Ausflugsziele quer durch Österreich: ein Überblick nach Regionen
Bergseen, Klammen, Almen, Städte und Märkte liegen hier oft nur wenige Kilometer auseinander. Das macht die Planung eines Wochenendes vergleichsweise einfach.
Was Österreich landschaftlich ausmacht
Nationalparks decken mehrere Zonen ab, vom Hochgebirge im Nationalpark Hohe Tauern bis zum Steppensee im Nationalpark Neusiedler See.
Die Donau bildet eine eigene Achse mit Weltkulturerbe-Landschaften wie der Wachau, die sich gut mit dem Rad erschließen lassen.
Seen und Bergseen
Der Neusiedler See im Burgenland ist ein Steppensee mit sehr geringer Tiefe. Er erwärmt sich früh und ist stark vom Wind geprägt, was ihn für Segeln und Surfen prädestiniert.
Der Grüne See in der Steiermark ist ein Sonderfall, weil sein Wasserstand jahreszeitlich stark schwankt. Baden und Tauchen sind dort inzwischen untersagt.
Hütten als Ziel und Zwischenstation
Auf Almen gilt besondere Vorsicht bei Weidevieh. Abstand halten, Hunde anleinen und bei Bedarf ableinen, wenn Tiere direkt auf einen zukommen.
Das Wetter im Hochgebirge schlägt schnell um. Gewitter bilden sich im Sommer typischerweise am frühen Nachmittag, weshalb frühe Starts üblich sind.
Die Landeshauptstädte im Vergleich
Der November ist für Städtereisen der günstigste Monat: wenig Andrang, niedrige Unterkunftspreise und volles Kulturprogramm.
Innsbruck ist der einzige Ort dieser Größe, von dem aus das Hochgebirge in wenigen Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist.
| Wege | Themenwege mit Stationen | lange reine Aufstiege |
| Wasser | Seen mit flachem Einstieg | Bergseen, steil und kalt |
| Transport | Trage | Kinderwagen in Klammen |
| Zeitplan | doppelte Wegzeit einrechnen | enge Anschlüsse |
Anreise und Erreichbarkeit
Wanderbusse verbinden in vielen Regionen Talstationen mit Ausgangspunkten. Sie verkehren nur in der Saison und stehen nicht im Standardfahrplan.
Die letzten Verbindungen am Nachmittag fahren früher, als viele erwarten. Ein Blick auf die Rückfahrt gehört zur Tourenplanung.
Naturschutz und Verhalten im Gelände
Pflanzen sollten stehen bleiben. Mehrere alpine Arten stehen unter Schutz, und das Pflücken ist ausdrücklich strafbar. Einen breiteren Überblick zu Land und Leuten findet man unter https://znaki.fm/at-de/.
Drohnen sind in Nationalparks und über Wildschutzgebieten grundsätzlich nicht erlaubt. Auch außerhalb gelten enge rechtliche Grenzen. Für einen geordneten Überblick lohnt die Seite zu sehenswerte Orte in Österreich.
Abseits der Hauptrouten
Tourismusverbände der Regionen führen eigene Verzeichnisse, die vollständiger sind als überregionale Übersichten.
Eine Talstufe weiter oder ein Seitental hinein ist der Andrang meist deutlich geringer, bei vergleichbarer Landschaft.
- Im Winter Lawinenlagebericht prüfen, bevor es abseits der Wege geht
- Kurze Tage einplanen, ab etwa 16 Uhr wird es dämmrig
- Winterwanderwege als Alternative ohne Ausrüstung nutzen
- Bei Schlechtwetter auf Städte, Museen oder Thermen ausweichen
Zwischen Schnee und Stadtbesuch
Thermen sind in Ostösterreich und der Steiermark verbreitet und an Schlechtwettertagen entsprechend gut besucht.
Im Winter verschiebt sich das Angebot deutlich. Viele Naturziele sind nicht erreichbar, dafür öffnen Skigebiete, Rodelbahnen und Winterwanderwege.
Das Bahnnetz erschließt die Haupttäler gut. In Seitentälern übernehmen Postbusse, die aber deutlich seltener fahren, teils nur wenige Male am Tag.
Fälle, Bäche und Wildflüsse
Die Donau bildet die größte Flussachse des Landes. Die Wachau zwischen Melk und Krems ist als Kulturlandschaft besonders bekannt.
Die Wasserführung hängt stark von der Schneeschmelze ab. Im Frühsommer sind Fälle deutlich eindrucksvoller als im Spätsommer nach längeren Trockenperioden.
Unterwegs mit Kindern
Seen mit flachem Einstieg sind für kleinere Kinder sicherer. Bergseen fallen dagegen oft steil ab und sind sehr kalt.
Themenwege mit Stationen funktionieren mit Kindern deutlich besser als reine Aufstiege. Viele Regionen haben solche Wege in den letzten Jahren angelegt.
Bergbahnen verkürzen viele Anstiege erheblich und machen hochgelegene Ziele auch für weniger Geübte erreichbar. Ihre Betriebszeiten sind saisonal begrenzt.
Saison und Erreichbarkeit
Im Oktober beginnt die Almsaison zu enden. Hütten schließen, Bergbahnen stellen den Betrieb ein, und Wege werden teils nicht mehr gewartet.
Im Hochsommer sind Bergseen und Höhenwege gut erreichbar, dafür sind die bekannten Ziele stark besucht. Frühe Starts helfen erheblich.
Zwischen gratis und kostenpflichtig
Seezugänge sind teils kostenpflichtig, teils frei. Die öffentlichen Zugänge sind vorhanden, aber nicht immer gut ausgeschildert.
Gästekarten der Unterkünfte enthalten in vielen Regionen freie Fahrten und Ermäßigungen. Sie werden oft nicht aktiv angeboten.
Was Märkte über eine Stadt verraten
Bargeld ist auf Märkten weiterhin die Regel. Kartenzahlung setzt sich nur langsam durch und ist bei kleinen Ständen selten.
Flohmärkte starten früh und sind am Vormittag am ergiebigsten. Wer etwas Bestimmtes sucht, sollte zu Beginn dort sein.
Was mitgehört
Handyempfang ist in Seitentälern und Schluchten oft nicht vorhanden. Karten sollten offline verfügbar sein.
Sonnenschutz wird in Höhenlagen regelmäßig unterschätzt. Die Strahlung nimmt mit der Höhe deutlich zu, auch bei Bewölkung.
Kurze Antworten auf wiederkehrende Fragen
Sind Drohnen erlaubt?
In Nationalparks und über Wildschutzgebieten nicht. Auch außerhalb gelten enge rechtliche Grenzen, die vorab zu klären sind.
Welche Ziele eignen sich mit Kindern?
Themenwege mit Stationen, Seen mit flachem Einstieg und Almhütten. Die Wegzeit sollte etwa anderthalb- bis doppelt so lang angesetzt werden.
Wann ist die beste Zeit für Bergtouren?
Von Juni bis Oktober. Der September gilt vielen als bester Monat, weil das Wetter stabil ist und der Andrang deutlich unter dem August liegt.
Im Winter gelten eigene Anforderungen. Der Lawinenlagebericht wird täglich für jedes Bundesland veröffentlicht und gehört zur Vorbereitung.